Frühling

Er ist’s

Früh­ling läßt sein blaues Band
Wieder flat­tern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekan­nte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träu­men schon,
Wollen balde kom­men.
– Horch, von fern ein leis­er Har­fen­ton!
Früh­ling, ja du bist’s!
Dich hab ich ver­nom­men!

Eduard Mörike (1804 – 1875)