Sommer

Guter Rat

An einem Som­mer­mor­gen
da nimm den Wan­der­stab,
es fall­en deine Sor­gen
wie Nebel von dir ab.

Des Him­mels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schw­er,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges neben­her.

So heimisch alles klingt
als wie im Vater­haus,
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hin­aus. 

Theodor Fontane (1819 — 1898)